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verlagsheft2017

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ENTRÉE ELYSÉE (Artikelnummer: ISBN 978-3-942401-63-0)

Zugriffe: 3669 | Wertung:

Texte junger Autorinnen und Autoren aus Sachsen-Anhalt

Projekt Entrée Elysée!

Projektträger - Friedrich-Bödecker-Kreises in Sachsen-Anhalt e.V.

Projektdauer – 2. – 4. Quartal 2013

Vor 50 Jahren wurde im Pariser Elysée-Palast ein Vertrag unterzeichnet, der im besten Wortsinn Geschichte machen sollte: „Erbfeinde“ waren Deutsche und Franzosen angeblich seit langer Zeit. Und plötzlich gab’s den „Elysée-Vertrag“, der sogar die Zusammenarbeit in der Jugend- und der Kulturpolitik festschrieb!
Ein Vertrag ist das eine, seine konkrete, alltägliche Umsetzung jedoch das andere. Und so interessierte den Friedrich-Bödecker-Kreises in Sachsen-Anhalt: Was haben junge Leute für Erfahrungen mit französischen (Urlaubs)Bekannten, (Schul)Partnern, Freunden gemacht? Was wissen sie über die lange und früher oft leidvolle gemeinsame Geschichte? Kennen sie französische Literatur, Filme, Kunst, Musik? Wie sehen sie die Rolle von Deutschland und Frankreich im heutigen Europa? Wie stellen sie sich die deutsch-französische Zusammenarbeit in 50 Jahren vor?

Hierzu erfolgte ein Schreibaufruf. Eine Jury der Martin-Luther-Universität hat die interessantesten, ehrlichsten und originellsten Texte für diese Anthologie ausgewählt. 

Textauszug:

Le mouton – Adina Heidenreich, 17 Jahre, Wolfen

Für mich ist Frankreich – abgesehen von Eiffelturm und Baguettes – vor allem diese wundervolle, melodische Sprache. Sie kann von den Lippen des Sprechers abheben wie ein Vogel, der in den blauen Himmel startet und sich auf sanften Schwingen auf und nieder treiben lässt; sie kann stark und eindringlich klingen wie ein tosender Wasserfall oder besänftigend herabrieseln wie ein Sommerregen.
Jedes Wort ist ein kleines Gedicht und klingt für den Unwissenden rätselhaft und schön zugleich. Für mich ist das beispielsweise das Wort „mouton“. Es spricht sich sanft, beinahe flüsternd.
Viele französische Begriffe haben auch im Deutschen Einzug gehalten, während es bewundernswert ist, wie die französische Sprache jegliche fremde Einflüsse fernzuhalten sucht.
Auch in der Literatur hat diese Sprache einen hohen Stellenwert, ich persönlich denke da zuerst an Saint-Exupéry, dessen „Petit Prince“ mein Lieblingsbuch ist. Oder auch an Camus und Guy de Maupassant.
Für mich ist es dies, was Frankreich auszeichnet. Für viele bleibt unser Nachbar im Westen das Land des Käses und guten Weins. Das Wort „mouton“ übrigens bedeutet schlichtweg „Schaf“.

Verdun – Laura Schaar, 19 Jahre, Möllendorf

Verbirgt auch bei hellstem Sonnenschein den Tod in seinem Schatten.
Ein Museum, in dem die Besucher mit ihren Handykameras Fotos von den ausgestellten Waffen machen.
Fragen die sich nicht auch, wie viele Menschen damit erschossen wurden
Etwa 300.000 Tote, 400.000 Verletzte. Zu viele, um sie richtig zählen zu können.
Verdun, der Ort, an dem die Gesichtschirurgie große Fortschritte gemacht hat.
Die Soldaten ziehen weiter, wenn ein Drittel von ihnen getötet wurde.
Schussgeräusche aus Lautsprechern. Berichte darüber, wie Kinderspielzeug als Propaganda benutzt wurde.
Nebenan:
Im Gebeinhaus zu Douaumont liegen die Knochen von 130.000 nicht identifizierten Toten.
Durch kleine Fenster kann man direkt auf diese blicken.
Hier entstand das Foto, auf dem sich Kohl und Mitterand an den Händen halten. Der Ausblick auf hektarweite Massengräber mit weißen Kreuzen direkt gegenüber.
Intuitiv will auch ich die Hand von jemandem ergreifen.
Im Souvenirshop werden Bleistifte mit kleinen Panzern und Soldaten darauf verkauft.

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