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verlagsheft2017

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Die Nase der Sphinx (Artikelnummer: ISBN 978-3-942401-14-2)

Zugriffe: 2142 | Wertung:

Günter Hartmann hat seine Freunde lange auf das erste Buch warten lassen. Er wollte lieber Salz in der Suppe anderer sein. Nun juckt seiner Sphinx die Nase, die ihr fehlt. Um im Bild zu bleiben, das kratzt ihn. Knapp und lakonisch, sarkastisch und sardonisch sind die Gedichte. Seine Sprache wehrt sich gegen ihren Missbrauch. Spitzfindig spielt er mit verborgenen Botschaften, die er aus dem Alltag herausklaubt. Manches wird auf den Kopf gestellt, um verstanden zu werden. Er holt vom Sockel, was andere umtanzen. Sein Respekt vor Heiligen Kühen ist abhanden gekommen. Was dafür ausschlaggebend war, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Das erinnert an die abgeschlagene Nase seiner Sphinx. An dieser Stelle trägt er einen besonderen Riecher. Damit ist er dem Wesentlichen auf der Spur. Zwischen Friedhof und Freiheit, zwischen Kreuzen und Katzenköpfen lässt er uns aufschrecken. Seine Gedichte leben weniger von Sprachbildern, aber Sprache formt er gern zu Bildern. Besser gesagt zur bildlichen Darstellung. Form ist für ihn Gestaltungsmittel. Konträr und konform mit zugeordneten Fotos erschließen sich seine Botschaften. In dem Grafiker Michael Olm hat er den Partner gefunden. Sprache, Bild und Form führen zu neuem Inhalt. Phantasievoll gestaltet er diesen Gedichtband. Metamorphosen eines hartnäckigen Poeten, der seine Leser verdient.

Dorothea Iser

Textauszug:

ÜBER DAS VERGESSEN

Als wir uns plötzlich trafen,
war da ein erst schweres,
später dann erleichtertes
wieder erkennen des anderen

Ooh Sie, hallo du, hast ja auch
ganz schön kräftig deinen kopf
in den fahrtwind der zeit gesteckt,
also doch immer noch ganz der alte

Wir redeten und redeten in groben
verdeckten und verdreckten zügen
uns rein über dazu gewonnene
tiefe falten und flache freiheiten

Sprachen still vereinbart
verschwommen über stationen,
von vor mindestens dreißig jahren
an letzten guten treffpunkten

Dann schwiegen wir wieder
über die morschen brücken
von heute uns in jenseits.
Wie war doch gleich sein name?

DIDAKTISCHE DIALEKTIK

da die
erzeugerpreise
gesunken sind,
steigen die
verbraucherpreise.

vertrauensverluste
müssen
schließlich
ausgeglichen
werden.

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