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verlagsheft2017

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Das tanzende Alphabet (Artikelnummer: ISBN 978-3-942401-19-7)

Zugriffe: 2184 | Wertung:
Die veröffentlichten Texte zeugen von der Sehnsucht junger Menschen nach einem Platz in der Welt. Auf der Suche danach hinterfragen sie Alltägliches und Bekanntes. Sie sammeln ihre eigenen Erfahrungen, entwickeln ein Gespür für neue Empfindungen. Davon erzählen sie in Geschichten, Gedichten, Dialogen und Tagebucheintragungen. Sie gewähren demjenigen, der diese Texte liest, Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.
Die Kinder und Jugendlichen haben das Schreiben als eine besondere Form der Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen entdeckt. Von ihren Lesern erhoffen sie sich ein Echo “ vielleicht ein kurzes Aufhorchen, im besten Fall Zustimmung.
Manche Texte entstanden im Unterricht, vor allem in Schreibwerkstätten. Andere wurden in Projekten mit erfahrenen Schriftstellern zu Papier gebracht, als žSchulschreiberœ oder in der Reihe žKindsein in Sachsen-Anhaltœ. Oftmals haben die jungen Autoren aber auch für sich allein das niedergeschrieben, was ihnen wichtig war. Später gaben sie es Freunden und Vertrauten zum Lesen.
Freies Schreiben, freie Themenwahl “ mehr als 4000 unzensierte Wortmeldungen! Nicht nur diese hohe Anzahl schafft Aufmerksamkeit, sondern auch die Qualität der Resultate dieses Schreibaufrufs spricht eine unüberhörbare Sprache. Sie berichtet davon, dass die Schreibförderung des Friedrich-Bödecker-Kreises in Sachsen-Anhalt über tragfähige Wurzeln verfügt und Jahr für Jahr Früchte trägt
Die Herausgeber

Textauszug:

Rick Adamy, Klasse 7, Blankenburg

Ich, ganz anders?

Ich kam ganz erschöpft aus der Schule. Ich legte mich ins Bett, um mich auszuruhen. Ich dachte mir, wenn ich anders wäre, hätte ich es besser. Als ein Kind mit reichen Eltern wäre das Leben viel besser. Dann schlief ich ein.

Als ich aufwachte, war ich ganz woanders. In einer schicken Villa. Ein Butler servierte mir mein Frühstück. Er sagte zu mir, dass der Lehrer schon warten würde und dass der Heimunterricht gleich losginge. Ich aß mein Frühstück und ging zum Unterricht. Nachdem das erledigt war, hatte ich Langeweile, darum fragte ich meine žElternœ, ob sie mit mir etwas unternehmen würden. Aber sie hatten keine Zeit. Da ich Heimunterricht bekam, hatte ich keine Möglichkeit, Freund zu finden. Außerdem durfte ich žunserœ Anwesen nicht alleine verlassen. Ich freute mich auf ein gemeinsames Abendessen, aber ich musste alleine essen. Nach einem langweiligen Tag als reicher Junge legte ich mich ins Bett und dachte nach. Als armes Kind hat man zwar keinen Luxus, aber meistens viele Freunde.

Am nächsten Morgen wachte ich auf einem kalten Fliesenboden auf. Ich war auf einer Bahnhofstoilette. Ich verließ verwirrt das Gebäude mit leerem Magen und hatte großen Hunger. Ich wusste nicht, was ich machen sollte und setzte mich an den Straßenrand und dachte nach. Ein paar Leute, die vorbeigingen, warfen mir ein paar Münzen zu. Ich erhielt insgesamt 2 Euro. Davon holte ich mir eine Flasche Wasser und ein paar Brötchen. Dann überlegte ich, wie ich zu Geld kommen könnte und ging los, um Flaschen zu sammeln. Von dem Geld wollte ich eine warme Mahlzeit kaufen. Es war ziemlich anstrengend, aber ich hatte Erfolg. Ich konnte mir ein halbes Hähnchen holen. Dann musste ich, um etwas zum Abendessen zu haben, weiter Flaschen sammeln. Nach dem Abendessen legte ich mich auf eine Bank in der Bahnhofshalle. Ich wollte nur so schnell wie möglich in mein altes Leben zurück. Als Reicher hatte ich keine Freunde, und als Straßenkind hatte ich keine Zeit für Freunde. Als ein durchschnittlicher Mensch hatte ich es am besten. Ich hatte Zeit für Freunde und ich hatte auch meist welche. Ich schlief auf der kalten Bank ein.
Als ich aufwachte, lag ich in meinem Zimmer. Ich rannte zum Spiegel und schaute hinein. Ich war wieder ich. Ich rannte in die Küche, um sicherzustellen, dass ich wieder meine alten žnormalenœ Eltern habe. Ja, alles war wieder so wie früher. Darüber war ich sehr froh.
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