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verlagsheft2017

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Stress im Gutshaus (Artikelnummer: ISBN 978-3-942401-17-3)

Zugriffe: 2101 | Wertung:

Zilly wohnt mit ihrer Mutter in einem Studentenwohnheim. Das war früher ein Gutshaus. Es liegt am Rande der Stadt. Zilly hat Studenten kennen gelernt. Einer von ihnen ist Olaf. Den mag sie besonders. Er ist mit ihrer Mutter befreundet. Das gefällt Zilly. Sie wünscht sich, dass er immer bei ihnen bleibt. Leider hat er wenig Zeit. Auch die Mutter kann sich nicht immer um ihre Tochter kümmern. Als die Mutter Zilly für einen Tag allein lassen muss, darf Sarah sie besuchen. Die Mädchen spielen und geraten dabei in gefährliche Situationen.

Textauszug:

Ganz komisch wird es in Zillys Bauch

So hat Mutter Anna-Lena noch nie mit ihr gesprochen. Nicht mal, als sie sagte, dass sie umziehen werden. Zum Glück musste Zilly nach dem Umzug nicht in eine andere Schule. Was hätte aus ihr und Sarah werden sollen?
Mutter Anna-Lena setzt sich auf das Sofa und zieht Zilly nahe zu sich heran. Sie fasst nach ihren Händen und sieht ihr fest in die Augen.
žDu bist schon ein großes Mädchenœ, sagt sie.
Zilly nickt, aber es wird ihr ganz komisch im Bauch.
žIch muss nach Hamburg.œ
Mutter Anna-Lena lässt Zilly nicht aus den Augen. So, als wolle sie prüfen, ob Zilly nicht nur zuhört, sondern ob sie auch versteht, was das bedeutet.
So schlimm findet Zilly das nicht.
žIch komme mitœ, sagt sie. Es ist nicht das erste Mal, dass Zilly hinter der Bühne spielt, wenn die Mutter Anna-Lena Vorstellung hat. Manchmal sind auch noch andere Kinder in den Künstlergarderoben. Edgar aus Paris bringt immer seinen Hund mit. Der weiß genau, dass er während der Vorstellung nicht auf die Bühne laufen darf.
Die Mutter Anna-Lena lässt Zilly keine Zeit zum Träumen.
žIch kann dich nicht mitnehmenœ, sagt sie.
Zilly durchrieselt es kalt.
Mutter Anna-Lena fährt ohne sie weg?
žDu bist schon ein groߜ, wiederholt Mutter Anna-Lena. Das soll trösten.
žMorgen bin ich wieder da. Versprochen.œ
žWenn was ist, gehst du zu Olaf. Soll ich ihn fragen, ob er für dich Zeit hat?œ
Zilly lässt den Kopf hängen. Mutter Anna-Lena lebt mit Zilly allein. Manchmal weint sie. Zilly hat keinen Vater. Nur Olaf ist da, der Mutter Anna-Lena aus dem Kummer holt. Zilly ist dann abgemeldet. Hauptsache, Mutter Anna-Lena ist später wieder für sie da. Wenn nicht, wird sie von Mutter Tina versorgt. Die ist alt und kein bisschen verwandt mit Zilly. Sie hätte gern eine Tochter und zieht sie in ihre Arme. Zilly ergibt sich.
Aber sie ist lieber bei Mutter Anna-Lena. Die hat sie zur Welt gebracht. Das war schwierig. Davon erzählt sie manchmal, wenn sie glaubt, Zilly schläft.
Zilly hört doch, wie sie sagen: žDu bist Studentin und hast schon ein Kind.œ
Was das bedeutet, weiß Zilly nicht. Mutter Anna-Lena hat ihr immer beigestanden.
žWillst du zu Mutter Tina?œ
Nun schüttelt Zilly den Kopf heftig. Die Zöpfe fliegen ihr um die Ohren.
Mutter Tina riecht komisch. Das mag Zilly nicht.
žMottenpulver ist nur für Motten giftigœ, sagt Mutter Anna-Lena.
žDarf Sarah kommen?œ Zillys Frage drückt Falten in Mutter Anna-Lenas Stirn.
žWenn du versprichst ¦œ
žIch verspreche es, ich verspreche es.œ
Zilly verspricht, Mutter Anna-Lena keinen Kummer zu machen.
žDu bist ein vernünftiges Mädchenœ, sagt Mutter Anna-Lena und umarmt Zilly. žWir haben es hier so schönœ, flüstert sie.
Zilly schmiegt sich an. Die Mutter geht mit Zilly ans Fenster.
žDu brauchst keine Angst zu habenœ, sagt sie leise. žDu hast einen Schutzengel. Und meinen lass ich dir hier. Er wohnt in unserer Eiche. Was für eine wunderschöne Krone der Baum hat. Und die aufgeregten Vogelstimmen. Wunderschön, nicht wahr!œ
Zilly hört durch die Wunderstimme der Mutter Anna-Lena hindurch. Darunter hockt das Weinen. Auch Mutter Anna-Lena ist traurig. Wer weinen muss, aber nicht will, soll singen. Mutter Anna-Lena erfindet tatsächlich das Lied žWunderschönœ für ihren Schutzengelbaum, der sie trösten soll.
Sie wird ihre Zilly vermissen.
Das Lied hat keine Melodie, aber man kann es trotzdem singen. Jedes Mal klingt es anders.
Auch Zilly ist zum Weinen.

žOh wie wunder-wunderschön,
wenn wir in den Eichbaum sehn.œ


Das ist der Kehrreim. Man kann ihn auch zweimal hintereinander singen. Dann ist das Lied länger. Zilly singt laut mit der Mutter. Am liebsten immerzu. Sie soll nicht aufhören!

žDer Eichbaum ist ein Zaubermeister,
in ihm wohnen Sonnengeister.
Sie blitzeln und blinkern,
sie witzeln und zwinkern
und tanzen im Wind.
Doch kommen Wolken “ fort sind sie geschwind.œ

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