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verlagsheft2017

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Buchpremiere für „Sonntagskinder“ von Dorothea Iser

Magdeburg. Im Literaturhaus Magdeburg in der Thiemstraße 7 erlebt am 7. April um 19 Uhr der Band „Sonntagskinder“ seine Buchpremiere. Die Burger Schriftstellerin Dorothea Iser legt damit nach „Die Glücksfrau“ den zweiten Teil ihrer auf drei Bände konzipierten Romanreihe „Kein Gott in der Nähe“ vor. Ulrike Schmieder schuf die Illustrationen.
Iser erzählt mit weiter Spannweite aus dem Leben der Schriftstellerin Susanne Lippmann. In die Hauptfigur fließt Erfahrenes ebenso ein wie Erlebtes und Autobiografisches. Wie die Kindheit und Jugend in Elbingerode in den 50er Jahren, die Jahre als Erzieherin am Jugendwerkhof Burg, die Magdeburger Literaturszene in den 70ern oder der Aufbau des Schreibzirkels am Psychiatrie-Fachkrankenhaus Jerichow in den 90er Jahren.
Die Autorin erzählt nicht linear – sie wählte eine höchst assoziative Erzählweise. So schaffen der stetige Wechsel der Erzählerperspektive, Rückblenden, einmontierte prägende Gedichte, die Hommage an die Mutter und Familie sowie eine Fülle von Einzelepisoden einer Vielzahl von handelnden Personen den nötigen Freiraum. Wie Zeitzeichen tauchen Künstler auf, die kurz den Lebensweg von Lippmann-Iser kreuzten, wie der Schauspieler Wolfgang Dehler mit dem „Faust“ in Weimar, wie der Zerbster Maler und Grafiker Günter Glombitza.
Das Ganze ist kunstvoll verdichtet und verwoben und erlangt damit Allgemeingültigkeit. Der ungeheuer weite Figurenkosmos, wie er der fast 65-jährigen Schriftstellerin Dorothea Iser prägend im Laufe ihres ganzen Lebens begegnete, wird in dieser Erzählweise der großen Gefühle und Erfahrungen sichtbar. Ein ehrliches, ein dichterisches und vor allem tolerantes Buch!

Hans Walter

Das Buch erschien unter ISBN 978-3-942401-13-5

   
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