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verlagsheft2017

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Gerd-Eckhardt Schusters Lyrikband „Winterrosen" erscheint zur Leipziger Buchmesse

Schlanstedt (hwa) Gerd-Eckhardt Schuster, Jahrgang 1937, ist im Landkreis Halberstadt kein Unbekannter. Jahrelang stand er als Bürgermeister der Gemeinde Schlanstedt vor; saß im Land- und im Kreistag. Aber man muss dem Leben immer neuen Sinn geben, gerade im Alter. Seit 2006 befasst er sich in der Schreibrunde des Magdeburger Schriftstellers Torsten Olle intensiv mit Literatur. Der Band "Schlanstedt - Geschichte und Geschichten" kündete 2008 zur 1075-Jahr-Feier des Ortes ebenso davon wie jetzt sein erster Lyrikband „Winterrosen". Es ist ein Schwerpunkttitel des Dorise-Verlags in Niegripp zur Buchmesse vom 12. bis 15. März in Leipzig.
Gedichte zu schreiben bedeutet, sich zu öffnen. Bedeutet, nie gesagte Gedanken und Gefühle zu zeigen, sich das Herz aufzureißen und geheimste Seiten seiner Persönlichkeit öffentlich zu machen. Bei Gerd-Eckhardt Schuster sind es die Liebesgedichte, die diese unendlich behutsame, zärtliche Seite seines Wesens zeigen. Auch in den Gedichten mit unglücklichem Ausgang, wie "Herz und Hoffart" oder "Die Lieb ein bös Tier". Schuster schildert die Höhenflüge und die Abstürze. Seine Sprache ist schön. Klare Gedanken und lyrische Bilder prägen seine Gedichte.
Er kennt seine dichterischen Vorbilder, versucht sich in der Art eines Goethe, Heine, Lenau, Storm, Ringelnatz, Tucholsky. "Willkommen und Abschied" wird bei Gerd-Eckhardt Schuster zu "Gefunden gebunden": "Innander fallen / dass widerhallen / alle Fasern / Abschied in jedem Willkomm".
Doch von Liebe allein wird man nicht allzeit glücklich. Schuster holt die Welt wie die vertraute engere Umgebung, die Heimat, in seine Verse. Da stehen Gedichte wie "Arbeitslos" ganz organisch neben "Harzvorland" oder "Eines Sonntags Mittagsstunden im Frühling beim Dorf Báo Són". Aus Wanderungen in der Heimat fliegt ihm die hochdramatische Ballade "Graf Stephan von Regenstein" zu. Ausflüge in die Geschichte bringen ihn zur "Dragonerballade 1640" oder zu "Aus meinem Bilderbuch". Es sind die unfassbaren Schrecken des Krieges, die hier literarische Gestalt annehmen - sei es der Dreißigjährige Krieg oder der Zweite Weltkrieg: "Und der Dritte ein Lächeln stand / Im Junggesicht schön zu lesen / Lehnt dort wie selig im Liebestraumland / Wärs Loch in der Stirn nicht gewesen". Zeilen wie diese gehen unter die Haut! Ebenso wie Schusters Assoziationen zu biblischen Themen oder das Erinnerungsblättchen für den Künstler, Kommunalpolitiker und Veränderer Johann Peter Hinz.
So führen die literarischen Erkundungen durch die Tageszeiten wie durch den Jahreslauf. Das namensgebende Gedicht "Dezemberrose" steht am Ende des Buches. Es wirkt wie eine Lebensbilanz, von unglaublicher Melancholie beseelt, man muss es lesen und laut sprechen. Schusters Gedichte in dem 74-Seiten Bändchen sind einfach schön. Sie geben Lebenshilfe. Zum Glück hat sich Gerd-Eckhardt Schuster spät, aber nicht zu spät auf den Weg gemacht, andere Menschen an seinen Erfahrungen teilhaben zu lassen.
Hans Walter Gerd - freier Journalist 


Das Buch erschien unter ISBN 978-3-937973-65-4

   
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