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verlagsheft2018

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Lebensräume im Jerichower Land (Artikelnummer: ISBN 978-3-946219-24-8)

Zugriffe: 106 | Wertung:
Theodor Fontane, im Jahr 1840 kurzzeitiger Bürger der Stadt Burg, hat später in seinen
bekannten Schriftbänden „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ die landschaftlichen
Schönheiten in romantisch-poesievoller Ausdrucksweise beschrieben und somit sein Werk zu seiner Zeit zum Bestseller gemacht.
Eine Schriftenreihe, die nicht nur damals von interessierten und heimatverbundenen Menschen gelesen wurde. Bis in die Gegenwart ist das Werk bekannt geblieben. Nicht selten wandeln noch heute naturverbundene Menschen im Urlaub oder als Mitglieder eines Freundeskreises auf den Spuren Theodor Fontanes durch die märkische Landschaft.
Auch in unserem Gebiet, damals mit der Bezeichnung Kreis Jerichow I, dessen Größe und Grenzen etwa denen des Altkreises Burg gleich kamen, gab es, wenn auch 50 Jahre später, einen Mann, der zwar nicht wie Theodor Fontane Dichtungen schuf, aber in ähnlicher Form über landschaftliche Schönheiten, Tiere und Pflanzen berichtete. Viele Menschen interessierte er, hinauszugehen, um die engere Heimat mit ihren Wäldern, den Ackerlandschaften, den Flussauen der Elbe, Ehle und Ihle kennen und lieben zu lernen. Dieser Mann, der auch in Tageszeitungen heimatkundliche Artikel veröffentlichte, war Walter Knust, damaliger Oberlehrer der Realschule in Möckern. In seinem Buch mit dem Titel „In der Heimat ist es schön“ kommt so recht und in unkomplizierter Weise zum Ausdruck, wie Wanderungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad in allernächster Umgebung vorbereitet
und durchgeführt werden können.
Tierbeobachtungen und Hinweise über das Vorkommen seltener Pflanzen können heute allerdings nicht mehr wie damals der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.
Auch so mancher Pfad oder Feldrain aus damaliger Zeit ist heute nicht mehr vorhanden.
Ehemalige Altwasser sowie Vorfluter der Elbe sind reguliert oder verändert. Durch die Großflächenbewirtschaftung sind neue Dimensionen in Land- und Forstwirtschaft entstanden.
Die Struktur unseres Landkreises hat eine leichte Änderung erfahren.
Dennoch ist die weitflächige Ackerlandschaft im Süden unseres Landkreises um Gommern, Möckern, Nedlitz, Wörmlitz bis Gerwisch erhalten geblieben, wie die fruchtbare Acker- und Wiesenlandschaft der Elbaue zwischen Gommern, Vogelsang, Biederitz, Niegripp, Schartau und Blumenthal bis in die Havensche Mark nördlich von Parey und Ihleburg…

Textauszug:

Bunte Vielfalt

In den Beiträgen wird auf das wechselvolle Zusammenwirken von Landschaftstypen und -formen im Jerichower Land hingewiesen. Der Natur- und Heimatfreund wird somit auf interessante  Landschaftsteile und geschützte Objekte aufmerksam gemacht.
Je nach den Standortverhältnissen gibt es aber auch eine bunte Vielfalt verschiedener
Waldgesellschaften.
Man könnte, aus der Höhe betrachtet, fast an das Bild eines Teppichs denken. Das
Bild zeigt uns Formationen eines sommergrünen Laubwaldes oder die Kiefernheiden der trockenen, sandigen Ebenen. In diesem Zusammenspiel, die Waldformationen der Hoch- und Mittelgebirge sowie das Hügelland einmal ausgeklammert, finden wir im Jerichower Land neben Hainbuchen- und Eichenmischwäldern, Kiefernwälder, Eschen-, Eichenwälder sowie Auwälder, auch Erlenbruchwälder und Waldmoore.
Am interessantesten für den Naturfreund ist wohl die Bodenflora des feuchten Hainbuchenwaldes entlang des fließenden Wassers.
Vom Frühjahr bis zum Sommer, bis in den Herbst hinein, wechseln die Bilder der verschiedenen Pflanzenarten. Teilweise schon im März öffnen sich die blauen Blüten des Leberblümchens. Zu den Erstblühern gehören auch das echte Lungenkraut und das Scharbockskraut. Mit ihm zu gleicher Zeit trifft man den bleichen, etwas violetten Schuppenwurz an, einen Vollschmarotzer, der den Baumwurzeln organische Stoffe entzieht, die er wegen des fehlenden Blattgrüns nicht mehr selber bilden kann.
Den eigentlichen Frühjahrsaspekt leiten dann Tausende von Buschwindröschen ein, die etwa Anfang April zu blühen beginnen. Ihnen schließen sich der Goldschopfhahnenfuß, die Goldtaubnessel, die echte Sternmiere, die Frühlingsplatterbse, der Waldmeister und das Maiglöckchen an. Eine lockere Strauchschicht ist immer vorhanden, in der Haselnuss und Traubenkirsche vornehmlich anzutreffen sind.
Es wäre müßig, an dieser Stelle alle weiteren Frühlings- und Sommerblüher sowie alle Gräser und Straucharten einer Waldgesellschaft aufzuführen.
Neben kräftigen Sand- und Lehmböden spielt für das Vorkommen dieser Waldgesellschaft das Grundwasser eine entscheidende Rolle.
In vielem, abgesehen von den fehlenden Überschwemmungen, ähneln die feuchten Hainbuchen-Eichenmischwälder sehr den Auwäldern.
Vielerorts im Jerichower Land, in den feuchten Landschaftsteilen zwischen Ehle, Ihle, Elbe und Stremme ist dieser Landschaftstyp noch zu finden.
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