Wie der Osterhase in die Welt kam (Artikelnummer: ISBN 978-3-946219-57-6)

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Im zeitigen Frühjahr hatte die Füchsin drei Junge zur Welt gebracht. Das Drittgeborene war schwach und kränkelte oft. Die Füchsin weinte bitterlich, als es starb.

Kurze Zeit später stolperte sie am Ende der Wiese über ein Fellknäuel. Behutsam hob sie es auf und nahm es mit in ihren Bau. Das Kleine bekam den Namen ihres verstorbenen Füchsleins Freimut. Es sollte seine Stelle in ihrem Herzen einnehmen.

So sehr sich alle bemühten, sein Fell blieb hell und weich. Die Ohren wurden immer länger. Freimut spürte, er war anders als seine Brüder. Die Füchsin setzte ihm eine grüne Kappe auf, die er niemals abnehmen durfte. „Bin ich wirklich ein Fuchs?“, fragte er verzweifelt seine Mutter. „Natürlich mein kleiner, mein ganz besonderer Fuchs.“ Die Geschwister verhöhnten ihn.

Am Tag der Reifeprüfung kam heraus, Freimut war kein Fuchs. Er rannte und rannte. Die Füchsin hatte ihn belogen. Nicht ein einziges Mal blickte er zurück. Er irrte durch die Gegend. Wusste nicht, wer er war, woher er kam, wer seine Mutter war. Er geriet in große Gefahr. Jasmine, das Mädchen vom Bauernhof, rettete ihn. Sie wurden Freunde. Das neue Leben auf dem Bauernhof gefiel Freimut. Und doch konnte er nicht bleiben. Die Frage, wer er war, quälte ihn zu sehr.

Und wie er nun als Osterhase in die Welt kam, müsst ihr selbst herausfinden. Viel Spaß beim Lesen!

Textauszug:

Den Ort für ihren Bau am Berg hatte sich die Füchsin mit Absicht ausgewählt. Es sah so aus, als hätte die Frühlingssonne ihre Freude an diesem Flecken Erde. Wenn sie schien, wärmte sie vom Morgen bis in den Abend. Das tat gut nach dem kalten und harten Winter.
Von ihrem Bau aus konnte die Füchsin weit ins Tal blicken. Auf den Bauernhof, um den sich ein Bach schlängelte, der sich unterhalb der Wiese in einen Fischteich ergoss. Das alles musste beobachtet werden. Denn von dort drohten Gefahren, aber auch die große Chance, an dieser Stelle Nahrung zu erbeuten.

Schon im zeitigen Frühjahr hatte die Füchsin drei Junge zur Welt gebracht. Da es ihr sechster Wurf war, bekamen ihre Kinder Namen, die mit dem sechsten Buchstaben des Alphabetes begannen: dem F. Das erstgeborene Füchslein hieß Fürchtenicht, das zweitgeborene Falkenauge, das drittgeborene Freimut. Fürchtenicht und Falkenauge gediehen prächtig. Freimut dagegen war schwach und kränkelte oft. Das bereitete der Füchsin Sorge. Doch sie konnte nichts tun und weinte bitterlich, als ihr jüngstes Kind starb.

Trotz ihrer Trauer musste die Füchsin auf Nahrungssuche gehen. Fürchtenicht und Falkenauge waren unersättlich. Auf dem Heimweg stolperte die Füchsin am Ende der Wiese über ein Fellknäul. Ängstlich lag es im Gras und wimmerte. Behutsam hob sie es auf und nahm es mit in ihren Bau.

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