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verlagsheft2019

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Scherben spiegeln das Licht (Artikelnummer: ISBN 978-3-946219-33-0)

Zugriffe: 1325 | Wertung:

Mit „Scherben spiegeln das Licht“ ist die 32. Anthologie des Schreibaufrufes „Unzensiert und unfrisiert“ des FBK Sachsen-Anhalt da! Wieder wurden zahlreiche Texte eingereicht, von Kindern und Jugendlichen, die schreiben. Uber 2000 Einsendungen erreichten uns im Jahr 2018. Ganz verschiedene Texte aller Gattungen, unabhängig wo und wie sie entstanden sind, stellten die Jury vor die Aufgabe der Auswahl für diese weitere Anthologie.

Jedes Mal auf ’s Neue ist es spannend zu lesen, worüber und wovon erzählt wird, was mit Sprache eingefangen, festgehalten oder diskutiert wird, wie phantasievoll, wie realistisch, wie gefühlvoll die Texte Themen ansprechen, welche die Kinder und Jugendlichen sich auswählten.

So wie die Scherben das Licht spiegeln können, so spiegelt die nun vorliegende Textauswahl wider, was Kinder und Jugendliche beschäftigt, ängstigt, beglückt, worüber sie sich Gedanken machen, worüber sie lachen können, welche Erfahrungen sie sammelten, was sie zu erzählen

haben, was erfunden wurde. Die Anthologie spiegelt die Vielfalt der Möglichkeiten des Schreibens und ist eine lesenswerte Sammlung der überzeugendsten Texte.

Alle Texte, welche zum Schreibaufruf eingereicht wurden, werden unabhängig von einer Veröffentlichung im Archiv für Kindertexte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufbewahrt. Texte von Kindern und Jugendlichen aus aller Welt sowie auch Zeugnisse von vor über 100 Jahren sind dort archiviert und können auf Anfrage hin eingesehen werden.

Unser Dank gilt allen Schreibenden. Wir freuen uns mit euch über diese prall gefüllte Anthologie und hoffen, dass ihr weiterhin Lust, Gelegenheit und Geschick habt, neue Texte zu schreiben, Gedichte zu verfassen, Geschichten zu erzählen, mit Sprache und Worten zu arbeiten.

DIRK BIERBAß JULIANE BLECH NADINE NAUGK

Textauszug:

Pauline Lohmann

4. Klasse, Aschersleben

Weltenschummler und Weltenbummler

Protzig und hell beleuchtet thronte er dort auf Hannes’ Schreibtisch.

Er, der Globus, und hinter einem Schrank schaute ein alter, verstaubter Koffer hervor.

Der Globus sagte angeberisch zu sich selbst: „Ach, wie schon bin ich doch anzusehen. Ein jeder liebt und bewundert mich!“

Das horte der Koffer und fragte: „Wo warst du denn selbst schon überall?“

„Und du?“, sprach der Globus herablassend zum aufgeputzten Koffer.

Dieser antwortete: „Zuerst war ich in China. Ich sah die Chinesische Mauer und außerdem, wie die Menschen Drachenfeste feierten. Dann ging es nach Australien. Die Kängurus machten Wettrennen und süße Koalas fraßen sehr viel Eukalyptus. Zuletzt reiste ich zum Nordpol. Dort schlief ich in einem Iglu und beobachtete einen Eisbär.“

Da wurde der Globus kleinlauter und sprach: „Es tut mir leid.“

„Schon gut“, sagte der Koffer.

Hannes kam und zeigte seinem Freund auf dem Globus, wo der nächste Urlaub hingehen sollte. Er packte den vergilbten Koffer, der sich schon sehr auf die neue Reise freute.

Naima Mohamed

Wernigerode

Nuras Glück

Es war einmal ein schönes Mädchen, Nura aus dem fernen Land Somalia. Vor vielen Jahren kam ihre Familie nach Italien. Also lebte Nura in Italien. Es war ein fröhliches Mädchen und führte ein glückliches Leben. Als Nura nun 21 wurde, lernte sie einen jungen Mann namens Stefan aus Deutschland kennen. Er war Arzt und arbeitete in einem Krankenhaus. Sie trafen sich oft und verliebten sich. Darf eine Muslima einen Christen lieben? Diese Frage gab Nura keine Ruhe, aber sie hatte Angst ihren Vater danach zu fragen.

3 Jahre später.

Eines Tages sagte Stefan zu Nura: „Ich will dich heiraten.“

Nura antwortete: „Ich muss erst mit meinem Vater reden. So ist bei uns der Brauch. Ich rufe dich später an.“

Stefan küsste sie: „Okay, meine Liebe.“

Zu Hause sprach Nura zuerst mit ihrer Mutter. Sie gestand ihre Liebe zu Stefan. Ihre Mutter ahnte es schon und wünschte Nura nur das Beste. Zwei Stunden später sprach sie endlich mit ihrem Vater. Sie erklärte ihm unter Tränen, dass sie einen Christen liebt und ohne Stefan nie

mehr glücklich sein wird. Sie gestand ihm, dass sie Angst vor seiner Reaktion hatte. „Er liebt mich und ich liebe ihn, er respektiert meinen Glauben und ich respektiere seinen Glauben. Wir wollen zusammen glücklich sein“, sprach Nura.

Der Vater sagte: „Nura, ich möchte auch, dass du glücklich wirst. Ich liebe dich, meine Tochter. Du darfst Stefan heiraten!” Nura war überglücklich! Ja, sie wollte, konnte und durfte glücklich sein!

Sie wusste jetzt die Antwort auf die Frage aller Fragen. Die Grundlagen für das Glück sind Liebe und Respekt voreinander. Denn Liebe ist stärker als jede Tradition! Ein halbes Jahr später heirateten Nura und Stefan.

Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

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